Praxis Dr. Stefan Wolf

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Die Borreliose des Hundes

Die Borreliose des Hundes ist eine bakterielle Erkrankung, die von Zecken auf Mensch und Tier übertragen werden kann. Im Körper des Hundes verursacht die Erkrankung eine Hautrötung, der eine komplizierte Gelenkentzündung mit neurologischen Symptomen oder eine Herzmuskelentzündung folgen kann. Im schlimmsten Fall führt die Infektion zu einem nicht heilbaren Nierenversagen.
Im Gegensatz zum Menschen wird die Hautrötung beim Hund aufgrund des Felles oft übersehen, so dass die Früherkennung der Krankheit oft unterbleibt. Treten Allgemeinsymptome wie Fieber, Inappetenz und Schwellung der Sprunggelenke auf, beginnt oft eine komplizierter Behandlungsmarathon mit intensiver Antibiotikabehandlung über Wochen oder Monate. In Fällen, die spät erkannt werden, führt die Erkrankung zu einem schweren Nierenversagen, was unter Umständen auch zum Tode führen kann.
Da die Diagnose durch eine Blutuntersuchung , die leider nicht sehr ergiebig ist, oft nur unzureichend gestellt werden kann, spielt natürlich die Abwehr von Zecken eine entscheidende Rolle. Es gibt inzwischen beim Tierarzt zahlreiche gut wirksame Anti- Zecken Präparate, entweder als Flüssigkeit , die auf die Haut getropft wird, oder als Halsband.
Um die Krankheit zu verhindern, gibt es auch eine Impfung, die man zum Wohle seines Hundes unbedingt durchführen sollte. Leider wird diese Impfung zur Zeit sehr kontrovers diskutiert. Deshalb ist eine kurze Erklärung zu diesem Problem notwendig. Insgesamt gibt es 3 Stämme von Borrelien, aber die Impfung wirkt nur gegen 2. Infiziert sich ein Hund mit dem 3.Stamm, gibt es trotzdem eine sogenannte Kreuzimmunität, so dass das Krankheitsbild nur abgeschwächt und nicht so lange erfolgt. Da es aufgrund des zunehmenden Klimawandels in Mitteleuropa immer mehr Zecken geben wird, wird auch die potentielle Gefahr einer Borreliose-Infektion stark zunehmen.
Gab es bis vor kurzem noch einen Impfstoff auf dem Markt, der nur gegen 2 von 3 aktiven Borrelien Stämmen wirkt, gibt es nun ganz aktuell mit dem neuen Impfstoff Merilym 3 der Firma Merial einen Impfstoff, der gegen alle 3 Stämme einen hervorragenden Impfschutz bietet. Deshalb ist eine Impfung gegen die Borreliose nun mehr als angezeigt und kann helfen, diese gefährliche Krankheit zu besiegen.


Die Leberlipidose der Katze

War es vor Jahrzehnten noch üblich, dass die meisten Katzen Freigänger waren, ist aufgrund der zunehmenden Verstädterung das Halten von Katzen als reine Wohnungskatzen die bevorzugte Haltungsart. Aufgrund dieser Tatsache werden wir in den Tierarztpraxen immer mehr Katzen vorgestellt, die an einer sogenannten Leberlipidose (Fettleber) leiden. Hauptursache für dieses Krankheitsbild ist mangelnde Bewegung und die Verabreichung von zu fetthaltigem und energiereichem Futter. Meistens sind Katzen davon betroffen, die deutlich über 8 kg wiegen. Im Laufe einiger Jahre wird die einzelne Leberzelle mit Fettteilchen vollgestopft, so dass es irgendwann zu einem Aufplatzen der Zellen kommt, was zu einer dramatischen Leberentzündung führt. Hauptsymptome sind dann plötzlicher Appetitmangel, Apathie, Erbrechen und glanzloses, struppiges Fell. Vor allem der Appetitmangel ist für den Besitzer ein ungewöhnliches Symptom, vor allem deshalb, weil die meisten dieser Katzen noch vor der Erkrankung hervorragende Fresser waren . Die Diagnose wird durch das klinische Krankheitsbild und durch eine Blutuntersuchung gestellt, bei der in vielen Fällen die Leberenzymwerte verändert sind. Nicht in jedem Fall gelingt es solche Katzen zu retten, weil die jahrelange Fetteinlagerung in die Leber einen großen Schaden genommen hat. Therapeutisch versucht man durch eine komplexe Leberschutztherapie, deren Basis homöopathische Medikamente sind, die Leberfunktion wieder herzustellen. Entsprechenderweise müssen die betroffenen Katzen dann gefüttert und über einen längeren Zeitraum intensivmedizinisch versorgt werden. Zur Verhinderung des Krankheitsbildes spielt deshalb eine maßvolle Fütterung der Tiere und eventuell der Einsatz von Diätfuttermitteln mit geringem Fettgehalt eine entscheidende Rolle. Auch mit der Ankurbelung des Spiel- und Bewegungsdranges der Tiere durch Spielzeug wie Laserpointer kann diesem Punkt Rechnung getragen werden.